10 January 2009

18. Myanmar 1


Minga la ba Myanmar ! – Hello Myanmar !


Der vorliegende Reisebericht ist ein Versuch: Dank meines elektronischen Wunderdings habe ich ein Tagebuch geschrieben über meine Erlebnisse und Eindrücke auf meiner einmonatigen Reise quer durch Myanmar. Ich habe mich pro Tag jeweils auf wenige Ereignisse fokussiert, um dem Leser nicht zu langweilen und ihm in hoffentlich kurzweiliger, zum Teil humoristischer Art dieses faszinierende, noch immer verschlossene Land mit den so offenen und grossartigen Leuten näher zu bringen.

17.12. Manila-Bangkok
Das letzte Mal im Pyjama geschlafen, das letzte Mal die Haare geföhnt: Das sind untrügliche Zeichen, dass es heute losgeht. Das Insektenmittel vor die Türe sprühen und diese dann zweimal verriegeln und rein ins Manila Taxi. Beim Taxifahrer gibt es in der Regel zwei Themen zur Auswahl: Politik oder Frauen. Heute ist mal wieder die Politik dran mit einer Frage gleich zu Beginn der Fahrt, was ich denn von dieser halte. Da wir uns aber sehr bald einig sind, war nach 5 Minuten auch schon Ruhe. Nun noch Einchecken und dem Abenteuer steht nichts mehr im Wege.
Nach dem Flug und der Landung dann endlich die Ankunft im Flughafen Bangkok, der noch vor weniger als 2 Wochen von tausenden von Demonstranten besetzt gehalten wurde. Mit dem Taxi gehts zum Hotel und dann kann sie beginnen am Abend um 6, meine "One Night in Bangkok" ! Ich bin wieder mal überwältigt von diesem pulsierenden Leben in dieser Stadt, in der es an jeder Ecke was zu sehen und zu riechen gibt. Nach einem kurzen Rundgang zu meinen früheren Favoriten Nana und Thermae (nein es gibt keine weiteren Details) und ich auch gesehen habe, dass es beide auch fast unverändert noch gibt, bin ich dann aber so müde geworden, dass bei meiner berühmten Nacht in Bangkok nur ein kümmerlicher Rest übriggeblieben ist. Leider gehts ja dann am nächsten Morgen bereits sehr früh los.

18.12. Bangkok-Yangoon
Ah ist das schön, wenn man mit brasilianischer Musik aus meinem elektronischen Wunderding geweckt wird ! Weniger schön hingegen, wenn sich das bereits am frühesten Morgen um 0445 abspielt. Nach dem Einchecken und der Passkontrolle in diesem tollen neuen und sehr übersichtlichen Flughafen gehts dann wie bei einem Defilee so mir scheinend hunderte Meter an all diesen morgens um 6 so unglaublich nützlichen Edelboutiquen vorbei, bis endlich am Ende dieses überdachten gläsernen Ungetüms ein paar wenige Kaffeeshops sichbar werden, die einem alle mit dieser einschläfernden Einkaufscentermusik berieseln, so dass man trotz starkem Kaffee bereits wieder gegen den Schlaf kämpfen muss.
Der stündige Flug verlief soweit friedlich, besonders da ich kurz vor dem Abflug noch einen Sitz in der ersten Reihe mit grösserer Beinfreiheit ergattern kann und so nicht eingequetscht neben einem ca. 120 kg schweren Koloss von Frau verbringen muss, die mir nicht gerade viel Freiraum auf meiner Sitzseite offeriert.
Die Landung in Yangoon ist wie bei anderen Flügen auch, allerdings bin ich dann schon etwas erstaunt, dass unser Flieger der einzig sichtbare ist auf diesem internationalen Flughafen. Wieso dass es da ein sehr modernes Flughafengebäude mit 10 Fingerdocks braucht, bleibt mir dann auch etwas schleierhaft. Gerade weil dieser Flughafen für Ausländer faktisch die einzige Möglichkeit ist, um nach Myanmar zu gelangen, erwarte ich nun nicht wie in Bangkok und in ganz Thailand, dass mir tausende von Touristen auf meinem Weg durch dieses Land begegnen. Und genau so ist es dann auch schon am ersten Tag: Bei meinem etwa 4 stündigen Stadtrundgang durch das Zentrum der Hauptstadt Yangoon sind mir dann auch genau 5 (in Worten: fünf) Touristen begegnet. In welcher Hauptstadt auf dieser Welt gibt es denn so etwas noch ?
Um ganz offen zu sein muss ich an dieser Stelle auch gestehen, dass ich nach diesem ersten Rundgang etwas enttäuscht bin. Meine Vorstellungen einer sehr asiatischen Stadt mit etwas dörflicher, sehr spiritueller Ambiance und sehr viel Strassenaktivitäten wie beispielsweise damals vor 14 Jahren in Hanoi hat sich leider nicht bewahrheitet. Häufig verfallene koloniale Häuser sowie die vielen Autos, die da durch die Strassen brausen, könnte genauso in einer mittelgrossen Stadt überall auf der Welt zu finden sein. Herausragend und wirklich speziell ist da eigentlich nur die weltberühmte Shwedagon Pagode, die mit ihrem 98 m hohen Goldturm das Stadtbild von vielen Seiten her prägt.
Nach einem etwas längeren Mittagsschlaf gehe ich dann abends um 9 auf einen kleinen Spaziergang und bin erstaunt, dass man in einer Stadt mit 5 Millionen Einwohnern soviele Sterne sieht. Das Geheimnis ist allerdings schnell gelüftet als ich feststelle, das ich Mühe habe, meinen nächsten Schritt zu erkennen. Neben wenigen, von Generatoren erhellten Häusern und Geschäften ist die Stadt praktisch dunkel. Nur gut, dass wenigstens die Scheinwerfer der wenigen Autos einem den Weg von Zeit zu Zeit etwas weisen.
So bin ich dann in mein Hotelzimmer zurückgekehrt, in dem wegen Elektrizitätsmangel die Klimaanlage nicht mehr funktioniert und nur noch ein Licht brennt. Ja das kann ja heiter werden in den kommenden Tagen.

19.12. Yangoon
Heute habe ich meine Stadtschlenderungen wieder fortgesetzt und bin nicht weiter gekommen als gestern: Ich habe im ganzen Tag ein ausländisches Pärchen gesehen. Es gibt nun wirklich zwei Sachen, die typisch myanmarisch (wie sagt man wohl hier genau ? Burmesisch war schon einfacher) sind: Frauen und ja auch Männer tragen Röcke, sogenannte longyis. Das ist mehr oder weniger ein Stoffschlauch, der vom Bauch bis zu den Füssen reicht und den man sich ziemlich einfach um die Hüfte schlauft, so dass man Männlein und Weiblein ständig an diesem Ding rumfummeln sieht. Übrigens was die drunter anhaben weiss ich leider wirklich nicht. Ist es wohl so wie bei den Schotten ? Das zweite eigentümliche ist eine Art Paste, die sich Thanaka nennt, und die sich vorwiegend Mädchen und Frauen ins Gesicht streichen. Angeblich soll das helfen gegen Sonnenbrand und soll wohl auch so eine Art Makeup sein. Na ja über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten... Auf jeden Fall werde ich die nach meiner Abreise ziemlich vermissen wie es sich noch zeigen wird.....
Nach einigem Hin und Her bin ich heute noch fähig, mein Schlafwagenticket nach Mandalay zu bezahlen. Als Ausländer darf man nur in erster Klasse fahren und nur in neuen USD Noten zahlen und nur genau den exakten und überhöhten Ausländerpreis. Andere Noten werden beharrlich nirgends angenommen, sogar wenn sie neu scheinen aber eine kleine Verunreinigung haben. Das heisst hier wieder mehr Devisen für die Militärregierung. Aber so ist das hier, das weiss man auch zum voraus und hat die Entscheidung zugunsten eines Besuches dieses Landes ja schon gefällt.

20.12. Yangoon
Heute gehts zu einem vermutlichen Höhepunkt meiner ganzen Reise, zu der weltberühmten Shwedagon Pagode, die auch bei jedem Volksaufstand immer im Mittelpunkt steht und als das Heiligste für die Buddhisten in Myanmar gilt. Tatsächlich bin ich absolut überwältigt sowohl vom Baustil und den verschiedensten Materialien und Farben, die hier verarbeitet wurden, als auch von den Leuten selbst. Bei welchem Höhepunkt ist man ganz ohne ausländische Besucher, ganz zu schweigen von den Wagenladungen chinesischer oder japanischer Touristen ? Anwort: Hier ! In den 3 Stunden auf dem Gelände habe ich zwei Pärchen und einen alleinreisenden Ausländer gesehen. Da bin ich mir dann aber schon ein bisschen wie in einem schlechten Film vorgekommen und ich beginne langsam zu realisieren, in welchem Land ich mich hier aufhalte. Die Pagode selbst ist massiv gebaut und vollständig mit Blattgold überzogen. Wegen momentaner Bauarbeiten ist die Pagode mit einem Gerüst versehen und leuchtet im Sonnenlicht trotzdem sehr intensiv. Zusammen mit all den anderen Buddhas um die Pagoide herum und den diversen anderen zum Teil auch mit Gold überzogenen kleinen Tempeln ein wahrlich spiritueller Ort. Noch viel mehr als sonst, da man sich als einziger Tourist wirklich mittendrin vorkommt - mittendrin zwischen buddhistischen Mönchen, Schulklassen und Familien. Manch ein stressgeplagter westlicher Manager würde sich hier wohl zu Recht ziemlich deplaziert vorkommen. Diese Ruhe und gleichzeitig diese spürbare spirituelle Kraft der Leute ist für mich etwas sehr wohltuendes und etwas, das man leider viel zu selten erleben darf.
Am Abend habe ich mich dann nochmals auf den Weg gemacht und das ganze beleuchtete Areal besucht. Fast noch stimmungsvoller als während des Tages mit einer Vielzahl von Leuten, die entweder still für sich oder im Gesang in der Gruppe meditiert haben, jeweils meist direkt zur Pagode gerichtet. Wahrlich ein einmaliges Erlebnis, so etwas an so einem speziellen Ort miterleben zu dürfen.

21.12. Yangoon
Heute gibts nochmals eine schöne Schlenderei durch Zentral-Yangoon mit einem Besuch des nach dem Vater von Aung San Suu Kyi benannten Bogyoke Aung San Markt. Das Spezielle hier sind wohl die Geldwechsler. Nicht wie in allen asiatischen Staaten üblich in einem gut sichtbaren und vergitterten Stand sind diese hier durchwegs alles Schwarzarbeiter und man muss nur einige Schritte in den Markt hinein machen, bevor man von diesen relativ diskret angesprochen wird. Der Meinige war sympathisch und ehrlich und so ging ich mit mehr als dem Doppelten von dannen, was ich bei einer Bank zum offiziellen Wechselkurs bekommen hätte. Da die grösste Note (1000 Kyat) nur einen Gegenwert von umgerechnet 0.90 USD hat, kommt bei 200 USD ein ganz schöner Stoss Papier zusammen.
Es ist schon spannend alleine zu reisen, denn gerade heute habe ich wieder einige tolle Bekanntschaften gemacht. Hervorheben muss ich hier neben einem Mönch eine ältere Frau, die wohl in jüngeren Jahren Touristenführerin war, was ich so aus ihrem zahnlosen Munde vernehme. Sie meint, dass man sich ja nicht einer offiziellen Touristengruppe anschliessen soll, die einem nur atemlos durchs Land hetzen würden wegen diesem ich zitiere "fucking government". Die war ja wirklich bissig und eigentlich die erste Person, die derart schonungslos war mit der Meinung. Ja wahrscheinlich hat sie wohl auch nicht mehr viel zu verlieren. Mich dünkt, dass mich meist Mönche ziemlich interessiert anschauen und etwas scheuer als diese ältere Dame das Gespräch suchen. Ich denke, dass die Leute über die vielen Jahre hier gelernt haben zu unterscheiden zwischen einem privaten Leben und einem öffentlichem Leben und dementsprechend vorsichtig sind, ihre private Meinung öffentlich kundzutun.



1: Mönch in Yangoon / Monk in Yangoon
2: Shwedagon Pagoda
3: auf dem Gelände der Shwedagon pagoa / in the area of the Shwedagon pagoda
4: Stupa der Shwedagon Pagoda
5: Antlitz eines Buddhas / face of a buddha
6: Stupa der Shwedagon Pagode bei Nacht / stupa of the Shwedagon pagoda at night
7-9: Strassenszenen in Yangoon / street life in Yangoon





Minga la ba Myanmar ! – Hello Myanmar !

Present travel report is an experiment: Thanks to my electronic marvel I have written a diary focusing on my experiences and impressions during my one month trip across Myanmar. Daily, I have just focussed on a few experiences in order not to bore the reader and to give him an understanding of this fascinating and still closed country with these open and awsome people in a hopefully diverting and partially humoristic way.

17.12. Manila-Bangkok
The last night in the pyjama, the last time blow-dried my hair: clear signs that I start today. Spraying the insect repellent in front of my door, closing the door twice and into the Manila taxi. There are usually two subjects with the taxi driver: politics or girls. Today there is politics with a question right in the beginning what I am thinking about this politics. Since we agree after 5 minutes, the rest of the trip ended in silence. After check in nothing is in my way to adventure.
After my flight and the landing finally the arrival in the airport in Bangkok which was occupied less than 2 weeks ago by thousands of protesters. With the taxi I go to my hotel and then it can start in the evening at 6, my ”one night in Bangkok” ! I am again overwhelmed by this pulsating live in this city where you can see and smell something at each corner. After a short circuit to my former favourites Nana and Thermae (no there are no further details) and I see that both are still here quite unchanged I get so tired that only a lean rest remained of my famous night in Bangkok. Unfortunately I have to get up quite early tomorrow morning.

18.12. Bangkok-Yangoon
Ah so nice to wake up with brazilian music out of my electronic marvel ! Less nice that this is happening already in the early morning at 0445. After check in and passport control in this great and very well arranged airport it seems to me that I am passing like in a parade hundreds of meters of luxury boutiques which are so important early morning at 6. At the end of this covered and glassy monster few coffee shops are appearing all sprinkling this drowsy shopping center music so that even after a strong coffee I have to fight not to fall asleep again.
The one hour flight is peaceful so far, especially since I can snatch a seat in the first row with more leg room in order not to be squeezed in besides a 120 kg monster of woman not allowing me to have a lot of free space on my side.
The landing in Yangoon is like with other flights as well but actually I am quite astonished that our plane is the only visible one in this international airport. Why it needs a very modern airport building with 10 finger docks remains quite incomprehensible to me. Since this airport is basically the only possibility for foreigners to enter Myanmar, I am not expecting that I will meet thousands of tourists on my way like in Bangkok or in the whole of Thailand. And it is exactly like that already on my first day: During my 4 hours walking tour through the center of Yangoon I meet exactly 5 (in words: five) tourists. In which capital of the world can you still find that ?
To be quite honest I am a bit disappointed after this first tour. My imagination of a very asian city with a bit of a rural and very spiritual ambiance like in Hanoi 14 years ago does not come true. Mainly ruinous colonial buildings and these many cars roaring through the streets can be find anywhere in the world. Outstanding and really special is only the world famous Shwedagon pagoda forming the cityscape from many sides with its 98 m high golden tower.
After a longer nap I go on a promenade in the evening at 9 and I am astonished that I can see so many stars in a city with 5 million inhabitants. The secret is disclosed quite quickly since I am noticing that I have difficulties to recognize my next step. Besides a few buildings and shops illuminated by generators, the whole city is basically dark. I am quite happy that the headlights of the few cars can show me my way every now and then.
So I returned to my hotel room where there is no air condition and only one light working due to the lack of electricity. That might be a lot of fun in the next days.

19.12. Yangoon
Today I continue strolling through the city and have not advanced since yesterday: The whole day I have only seen one foreign couple. There are really two things which are typically myanmar (or how do you say ? burmese was quite easier): Women and men are wearing skirts, so called longyis. This is more or less a tube of drapery reaching from waist down to the feet knotted quite simply around the hips so that you can see men and women constantly fumbling on this thing. By the way I do unfortunately not know what they are wearing below. Is it like with the Scots ? The second peculiuar thing is a kind of paste called thanaka, which is coated in the face mainly by girls and women. Allegedly it should help not to become sunburn and should be a kind of make up. Well there is no accounting for taste anyway….. In any case I will miss it after my departure as you will see it….
After some seesaw I am also able today to buy my ticket for the sleeping waggon to Mandalay. As a foreigner you can only book first class, only pay in brand new USD bills and only the exact and excessive foreigner price. Other bills are insistently not accepted even when they look new and have a little impureness. This means again more foreign currency for the military government. But this is the way it works here and this I knew in advance before I have made a decision to visit this country.

20.12. Yangoon
Today I am going to a preliminary highlight of my whole trip, to a visit of the Shwedagon pagoda, which is always in the middle in every national uprising and is considered as the holiest for all buddhists in Myanmar. In fact, I am completely overwhelmed by the architectural style and the different materials and colours processed as well as by the people. Which highlight is completely without foreign vistors, not to mention the busloads of chinese or japanese tourists ? Answer: Here ! In 3 hours on site I have seen two couples and one single tourist. It appeares to me like being in a bad movie and slowly I start to realize in which country I really am. The pagoda itself is solidly built and completely coverered with gold leaves. Due to current renovation the pagoda is covered with a scaffold and despite that is shining very intensively in the sunlight. Together with all the other buddhas surrounding the pagoda and the numerous other small temples partly also covered with gold leaves, a really spiritual place. Even more than otherwise because as only tourist I really feel right in the middle - right in the middle between buddhist monks, school classes and families. Quite a few managers plagued by stress would fell rightly misplaced here. This calmness and at the same time this noticeable spiritual force of the people is something very pleasant for me and something one can experience far too infrequent.
In the evening, I set off again and visit the whole illuminated area. Even more impressive than during the day with plenty of people meditating either alone or singing in the group mostly directly headed towards the pagoda. Truly a unique experience to witness at such a special place.

21.12. Yangoon
Today there is another city stroll in central Yangoon with a visit of the Bogyoke Aung San market, named after the father of Aung San Suu Kyi. Special here are the money changers. Not as usual in all asian countries visible in a fenced stall they are all working on the black market and you only have to step into the market before they are approaching you. Mine was friendly and honest and I have left with more than double what I would have get in a bank to the official exchange rate. Since the biggest bill (1000 Kyat) only has a value of 0.90 USD, I get quite a big pile of paper for 200 USD.
It is really exciting to travel alone since I have just met several great people today. Besides a monk I have to mention an older woman who might have been a tourist guide in earlier years what she tells me out of her toothless mouth. She reckoned not to join at all an official tourist group only racing breathless through the country and I quote thanks to this “fucking government”. She was really acid-tongued and the first person who was pitiless with her opinion in such a matter. Well maybe she does not have a lot to loose anymore. It seems to me that mainly monks are watching me quite interested looking for a conversation but with more timidness than this old lady. I think that people have learnt over all these years to differentiate between a private life and a public life and are acordingly precautious to notify their opinion in public.

16 November 2008

17. Malaysia

Von den Philippinen aus bietet AirAsia sehr günstige Flüge nach Malaysia an und zwar nach Kuala Lumpur und nach Kota Kinabalu auf Borneo. Da ich Borneo später mal besuchen möchte und ich gerne wieder mal ausserhalb der Philippinen ein Land besuchen wollte, habe ich mich spontan entschlossen, bei AirAsia einen Flug nach Kuala Lumpur zu buchen: 130 US-Dollar für einen 3 1/2 stündigen Flug, ja da konnte ich wirklich nicht widerstehen, gerade da ich ja noch nie in Malaysia war und ich diesen Trip absolut ohne Erwartungen machte. Vielleicht grad deswegen war ich echt begeistert, sowohl von AirAsia als auch von diesem Land ! Malaien mit einem zum Teil umwerfenden Englisch, Chinesen die weniger chinesisch sind als in China sowie Inder die weniger indisch sind als in Indien selbst. Eine Mischung, die so in Asien einzigartig ist.
Besonders positiv beeindruckt war ich vom Entwicklungsstand dieses Landes, sowohl in ökonomischer als auch in kultureller Beziehung. Der Lebensstandard ist für asiatische Verhältnisse hoch, die Infrastruktur in einem sehr guten Zustand, die kulinarischen Genüsse sehr vielfältig und die Einkaufsmöglichkeiten in Kuala Lumpur dank hervorragenden Shopping Centers in aller Couleur vom einfachen bis zum Luxustempel unbeschränkt. Das einzige Limit ist hier wohl die Gewichtsbeschränkung der Airline beim Rückflug. Da war ich ja mit AirAsia in guten Händen, denn über 15 kg kostet es bereits zusätzlich....

Also nun in Ruhe: Kuala Lumpur hat mir sehr gut gefallen: Trotz Millionenstadt noch übersichtlich, das heisst man kann die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu Fuss abklappern und ist nie weit von einem Shopping Center weg, um sich wieder auf eine angenehme Betriebstemperatur runterzukühlen. Der Höhepunkt ist natürlich der bei Nacht wie im Film “Flash Gordon“ wirkende Petronas Tower. Besonders eindrücklich ist es, auf der Brücke zwischen den beiden Türmen zu stehen und noch etwas James Bond Feeling reinzuziehen. Jedoch scheint das Büroleben auch hier nicht anders zu sein als das was ich kenne und so war ich denn froh, dass ich den anderen nicht mehr ins Büro schauen musste und mich an meine eigenen grausligen Zeiten zu erinnern.
Weitere Höhepunkte in Kuala Lumpur für mich waren der Vogelpark und der Schmetterlingspark, beides riesige Freiflugarenen, die beide zu ihren grössten auf der Welt zählen. Nach einigen Anstrengungen in dieser doch schwülheissen Stadt lässt dann aber das nächste Mahl nicht lange auf sich warten und so habe ich meistens in den Strassenrestaurants gegessen und es mir lukullisch sehr gut gehen lassen.

Mit dem Bus gings dann von Kuala Lumpur ins 2 Stunden südlich gelegene Melakka. Die Busse hier sind absolute Weltklasse und vermitteln ein echtes 1. Klasse-Feeling mit nur 3 Sitzen pro Reihe. Selbst für meine Beine bei einer Körpergrösse von 190 cm hatte ich überaus genügend Platz. Dies ist ein weiterer angenehmer Pluspunkt zu den Philippinen, wo ich meist quer sitzen muss und es üblicherweise 5 Sitzplätze pro Reihe gibt. Melakka ist ein netter Kontrast zu der Millionenstadt und bietet einen sehr gepflegten kolonialen Baustil vor allem in chinesischen Viertel. Besonders berühmt ist der Jonkers Walk, ein romantischer chinesischer Nachtmarkt, so dass man sich wirklich fast wie in einem chinesischen Dorf vorkommt.

Die längste Etappe brachte mich dann wiederum per Bus ins 5 Stunden von Kuala Lumpur nördlich gelegene Insel Penang in die Hauptstadt Georgetown. Auch diese Stadt wurde zusammen mit Melakka im Jahr 2008 als UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnet. So war denn in Georgetown wiederum der gut gepflegte koloniale Baustil sichtbar. In einem Teil davon leben die Chinesen, in einem anderen die Inder. So kann man denn wirklich innert weniger Minuten von einem Land ins andere wandern und die Eigenheiten dieser beiden Kulturen spüren, sehen und hören. Selbstverständlich spaziert man auch neben Moscheen vorbei, so dass dieser wirklich spannende Kulturmix auch hier gut zu erfahren ist. Nicht zu missen war für mich der etwas ausserhalb gelegene Guerney Drive, ein grosses Freiluftrestaurant mit unzähligen Ständen hauptsächlich mit chinesischen Köstlichkeiten und Leckereien. Nach einigen letzten Tagen in einem Bungalow direkt am Strand in Batu Ferringhi auf der Insel Penang gings dann nach etwas mehr als 2 Wochen jedoch schon wieder zurück nach Manila.

Mein nächstes Abenteuer wird mich ab Mitte Dezember einen Monat nach Myanmar und einen Monat nach Thailand bringen. Auf Myanmar bin ich vor allem wegen der touristischen Abgeschiedenheit und des intensiv gelebten budhistischen Glaubens sowie den alten Kulturdenkmälern sehr gespannt. In Thailand stehen dann die alte Hauptstadt auf dem Programm sowie einige von mir noch nicht besuchte Inseln wie Ko Samui. Der Reisebericht hierzu wird im März 2009 hier stehen.

Also noch allen Bloglesern eine schöne Weihnacht und ein erfolgreiches und inhaltlich spannendes 2009 !






1: Flash Gordon in Kuala Lumpur
2. Zwischen den beiden Petronas Towern auf den Spuren von James Bond / On the Skybridge looking for James Bond
3: Shoppen bis zum Abwinken / Shop till you drop
4: Strassenküche in Kuala Lumpur / Street kitchen in KL
5: im chinesischen Tempel / in a chinese temple
6: im Vogelpark / in the bird park
7: im Schmetterlingspark / in the butterfly park
8: im Regen / when it rains it pours...
9: japanisches Essen / japanese food
10: Jonkers Market in Melakka
11: chinesische Tanzübungen in Melakka / chinese dance in Melakka
12: Sicht von meinem Bungalow in Batu Ferringhi / from my bungalow in Batu Ferringhi
13 / 14: Strassen Restaurants / street restaurants in Guerney Drive Georgetown
15: wallaby night in Batu Ferringhi

16 September 2008

16. Philippinen Ausflug nach Siquijor

Nachdem ich im Juli von meinem Segelabenteuer im Pazifik nach Manila zurückgekehrt bin, habe ich mich erstmals vom Wasserkoller des Pazifiks erholt und mich an den Vorteilen, die solch eine Riesenstadt bietet, gütlich getan. Nach einigen Wochen in Manila und nachdem sich in meinen Lungen bereits schon wieder die Hinterlassenschaften der tausenden von Jeepneyabgasen bemerkbar machten, habe ich bis im Oktober verschiedene Ausflüge in den Philippinen gemacht. Dabei habe ich mich bereits wieder getraut ein Schiff zu besteigen, diesmal jedoch in einem etwas grösseren Format. So bin ich von Manila aus in 1.5 Tagen in die mittlere Inselgruppe der Philippinen, in die Visayas, gefahren, und habe dort die sogenannte Hexeninsel Siquijor (man spricht si-ki-hor) besucht. Die Insel wird von den Filipinos als Hexeninsel bezeichnet, weil dort diverse etwas klassischere Medizinmänner leben, die noch mit Kräutern und Wurzeln Krankheiten heilen. Eine Hexe ist mir dann aber nicht begegnet, stattdessen auf meinem Motorradausflug eine traumhafte tropische Insel mit sehr angenehmen und freundlichen Leuten, die wahrhaft ein Inseldasein fristen. Diese ist ca. 1 Stunde von der nächstgrösseren Stadt Dumaguete entfernt und ist bequem in 2 Stunden zu umfahren. Diese Rückfahrt mit dem etwas baufälligen Schnellboot hat mir dann aber schon wieder die Tücken des Meeres vor Augen geführt, denn der Kapitän oder Pilot ist mit unglaublicher Geschwindigkeit durch die anständig hohen Wellen gebraust, so dass die Anzahl der Diskussionen unter den Passagieren von Minute zu Minute bedrohlich abnahm und neben einzelnen Schreien von etwas überempfindlichen Damen dann nichts mehr zu hören war. Als das Schiff dann an der Mole festmachte, war eine allgemeine Erleichterung nicht zu überhören und ich war froh, diesem baufälligen Seelenverkäufer wieder zu entsteigen. Jetzt reichts mir dann aber schon mit dem Meer für dieses Jahr und ich werde es nur noch von oben besichtigen !!
Danach fuhr ich mit dem Bus von Dumaguete quer durch die Zuckerinsel Negros direkt in die andere grosse Stadt Bacolod, die in ganz Philippinen bekannt ist durch seine feinen gebratenen Hühner am Spiess. So hat sich dann mein empfindlicher Seemagen mit diesem feinen Gackervieh in 3 Tagen so vollgefressen, dass ich mir selber wie ein etwas lädierter Hahn vorkam... Von dort ging es dann mit einem Abstecher in die Haupstadt Iloilo der Nachbarinsel Panay wieder zurück nach Manila.




1: am Hafen in Siquijor / Siquijor Harbour
2/3: Strand in Siquijor / Beach in Siquijor
4: Ankunft in Dumaguete / Arrival in Dumaguete
5/6: Abendstimmung in Manila von meiner Wohnung aus / sunset in Manila out of my condo

14 July 2008

15. Segeltörn im Südpazifik 2 /sailing trip in the South Pacific 2

3. Etappe: Galapagos Inseln – Marquesas Inseln (19 Tage, 5500 km)
Mit einem mulmigen und etwas angstvollen Gefühl geht es endlich wieder los, und zwar auf die längste Etappe bei einer normalen Weltumsegelung auf der sogenannten “Barfussroute“, die die Yachten gemäss Routenbuch in ca. 15-30 Tagen bewältigen. Diese Strecke ist sogar noch länger als die klassische Atlantiküberquerung. Also los gehts ! Dank eines am Anfang schönen und gleichmässigen Passatwindes konnten wir die gesamte Strecke in 19 Tagen bewältigen. 19 Tage nichts als Wasser, am Morgen, am Abend und in der Nacht nur Wasser und sonst nichts. Auf der gesamten Strecke haben wir nur 3 Schiffe gesehen, 1 Frachtschiff und 2 Yachten. Sonst nichts als gähnende Langeweile, die Angst vor dem nächsten Defekt und das Freuen auf das nächste Mahl oder den nächsten Film... Tja so wars wirklich und auch die spannende Lektüre wurde mir der Zeit ziemlich öde. Leider hatten meine beiden Segelpartner nur jeder genau ein Thema, das immer wieder von vorne nach hinten diskutiert wurde. So habe ich mich langsam mit dem Gedanken angefreundet, mein Abenteuer auch aus Sicherheitsgründen früher als geplant nicht erst in den Philippinen zu beenden und wieder nach Hause zu fliegen.
Das Wetter war eigentlich auf der ganzen Strecke hervorragend, Sonnenschein, ruhige See und ein faszinierender Sternenhimmel. Die See war wirklich manchmal so ruhig, dass man sich wie auf einem Binnensee vorgekommen ist bei wirklich sehr mässigem Wind. Ah ja und natürlich ging auch wieder was kaputt. Als wir friedlich unser Nachtessen eingenommen haben kracht die Mastbefestigung, die mit Stahlseilen zuoberst am Mast festgemacht war, aufs Deck und wir mussten sofort wieder alle Segel einholen. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Am nächsten Morgen bei erstaunlich ruhiger See wurde ich dann von meinen beiden Kollegen 15 Meter bis in die Mastspitze hochgekurbelt, wo ich in mehr als einer Stunde dieses Ding wieder festgemacht habe. Mir tun jetzt noch die Knochen weh wenn ich mich daran zurückerinnere... Zusätzlich ging der Motor wieder mal kaputt, der Auspuff brannte durch und der Blister (ein Segel) wurde bei wenig Wind zerrissen. Tja das wars dann auch schon. Zumindest die Anzahl der Reparaturen ist jetzt deutlich zurückgegangen im Vergleich mit der vorhergehenden Etappe.

Nach 19 Tagen auf diesem riesigen, eindrücklichen, jedoch auch beängstigenden Nichts aus Waser haben wir dann endlich die Insel Hiva Oa auf den Marquesas Inseln erreicht, nur leider nicht die Hauptinsel Nuku Hiva, weil doch alle Inseln solch exotische Zungenbrechernamen haben und jemand von der Besatzung sich ein bisschen geirrt hat (nein ich wars wirklich nicht). So landen wir auf einer landschaftlich zwar spektakulären, jedoch vollkommen abgelegenen Insel am Ende der Welt.

4. Etappe: Marquesas Inseln – Tahiti (6 Tage, 1400 km)
Wir geniessen den Landgang über alles : Eine umwerfende Natur mit schroffen Felsen, sehr symathische Leute und horrende Preise für alles beindrucken uns sehr an diesem lieblichen und weltabgewandten Ort. Da ich als Schweizer und Nicht-EU Bürger eine Bürgschaft von über 2500 Dollars hinterlegen sollte und die Zeit langsam etwas knapp wird verlassen wir die Insel nach nur knapp 2 Tagen bereits wieder. Meine letzte Etappe führt uns durch Französisch Polynesien bis zur Hauptstadt Papeete, die auf der Insel Tahiti liegt. Nach der regnerischen Abfahrt sichten wir eine Schule von 30-40 Delphinen, die uns dann tatsächlich während ca. einer halben Stunde begleiten und sich am Bug (das ist vorne am Schiff) tummeln. Ein wirklicher Höhepunkt !! Jedoch wiederum nichts als Wasser und ich glaube kein einziges Schiff, das wir bis zum Ankunftshafen gesichtet haben. Voller Erleichterung und ein bisschen Wehmut entsteige ich in Tahiti nun endgültig diesem Schiff, das mir ein so tolles und unvergessliches Abenteuer beschert hat, das aber auch sehr reparaturbedürftig war und bei stärkerem Seegang sehr erschreckende Geräusche wie von klopfenden Vorschlaghämmern an die Unterseite des Schiffes von sich gegeben hat.

Fazit
Segeln ist sicher eine aussergewöhnliche und eindrückliche Art zu reisen, jedoch auch eine sehr anstrengende Art. Dank den diversen elektronischen Hilfsmitteln und der gut dokumentierten Route, der sogenannten “Barfussroute“ um die Welt, aber heute auch keine Kunst mehr und von jedermann mit einem halbwegs gefüllten Geldbeutel und wenig Segelerfahrung durchaus sicher zu meistern. Wenn einer dann noch gerne bastelt und flickt, wartet auch auf langen Strecken jeder Tag mit einer neuen Überraschung. Aber Achtung: Ich übernehme hier keinerlei Haftung für Leute, die es dann doch irgendwie mal probieren wollen.








1: nach der Reparatur im Mast / after the repair on the mast
2: Schwergewichte auf dem Schiff / heavy weights on the ship
3: Captain
4: im Passatwind / in the trade wind
5: endlich ein anderes Schiff / finally another ship
6: im Hafen von Hiva Oa / in the Hiva Oa harbour
7: im Paradies auf den Marquesas Inseln / paradise in the Marquesas Islands
8: Delhpine schwimmen ums Schiff / dolphins swimming around the boat
9: Delhine springen / dolphins jumping
10: wieder nur Wasser / again only water
11: endlich Land in Tahiti / finally on land in Tahiti
12: unsere Yacht im Hafen von Tahiti / our yacht in the Tahiti harbour
13: Film: auf dem Pazifik / video: in the Pacific


3rd stage: Galapagos Islands to Marquesas Islands (19 days, 5500 km)
With a somehow friable and anxious feeling we started again and this time to the longest stage of the so called “milky way route” around the world, which are usually accomplished by the yachts in about 15 to 30 days according to route book. This stage is even longer than the classical passage through the Atlantic Ocean. Ok there we go ! Thanks to a nice and constant trade wind in the beginning, we could accomplish this stage in 19 days. 19 days nothing else than water, in the morning, in the evening and in the night. On this whole trip, we have only seen 3 ships, one cargo ship and two other yachts. Nothing else than gaping boredom, the fear of the next breakdown and to look forward to the next meal or the next movie. Well it was really like that and also the exciting reading became very dead after a while. Unfortunately my two sailing partners had exactly one subject each which was again and again discussed in length. After a while I have familiarized myself with the idea to stop the adventure also due to security issues earlier than planned in the Philippines and to fly home again.
The weather on this whole passage was excellent, sunshine, a calm sea and a fascinating starry sky. Sometimes the sea was so calm that I felt like on an inland lake with really moderate winds. Ah yes and of course we had the next breakdowns: As we were having dinner, the steel rope fixation of the mast which was mounted on top of the mast crashed down on the deck. Luckily no one was hurt. The next morning in remarkably calm sea I was winded up 15 meters on top of the mast by my two friends where I was fixing this thing in more than one hour. My bones are still hurting when I am thinking about it… Additionally one of the motors broke down again, the exhaust burnt through and the blister (a sail) bursted in low wind. Well that’s it already. At least the number of breakdowns has been reduced dramatically compared to the last stage.
After 19 days on this huge, impressive, but also frightening nothing of water we finally arrived on the island Hiva Oa on the Marquesas Islands, but unfortunately not on the main island Nuku Hiva, due to a mistake in the difficult names of these islands by one of the crew members (no it was really not me). So we arrived on an island which has a spectacular landscape but was also completely secluded at the end of the world.

4th stage: Marquesas Islands to Tahiti (6 days, 1400 km)
We enjoyed the shore leave very much: A stunning nature with cliffy rocks, very friendly people and horrible prices for everything did really impress us much at this lovely place detached from the world. Because we had to pay a bond for more than 2500 dollars for me as a swiss national and not EC citizen and because we got short in time, we have left the island after not even 2 days. My last stage led us through French Polynesia until the capital Papeete on the island of Tahiti. After a rainy departure we were accompagnied by a school of dolphins with 30-40 animals for about half an hour at the bow of the ship (that is in front). A real highlight ! But again nothing than water and I believe we have seen no ship until the arrival. Full of ease but also a bit of melancholy I have finally left this ship in Tahiti. A ship which has brought me so many great and unforgettable adventures, but which was also very much in need of repair and has given very frightening noises as from beating sledge hammers to the bottom side of the ship in rough sea.

Conclusion
Sailing is truly an exceptional and impressive way to travel, but also a very strenuous one. Thanks to the different electronical tools and the well documented route, the so called ”milky way route” around the world, it is not science anymore and to master by everyone with a somehow half filled purse and few sailing experiences. If one also likes to tinker and to cobble, every day will be filled with new surprises. But be aware: I will not take any kind of liability for people who want to try it somehow anyway.

13 July 2008

14. Segeltörn im Südpazifik 1 /sailing trip in the South Pacific 1

April - Juli 2008
Nun bin ich endlich wieder zurück von meinem Segelabenteuer im Pazifischen Ozean und auch wieder fähig, meinen Blog zu aktualisieren. Also zurück von einer Reise, die einmalig war und bei mir grosse und bleibende Erinnerungen zurückgelassen hat. Schon in jüngeren Jahren habe ich davon geträumt, einmal mit einem Segelboot um die Welt zu reisen, einer dieser grossen Träume, die man wohl so hat, wenn man noch jung ist. Doch nach dieser Segelreise weiss ich nun eines ganz sicher: Ein Segler werde ich wohl in diesem Leben nicht mehr. Weiter heisst das für mich auch, dass man nicht alle seine exotischen Träume in die Realität umsetzen sollte. Ungewöhnlich wars auf alle Fälle, eindrücklich auch, jedoch auch langweilig, mulmig, sehr wellig und dementsprechend gutgelaunt war der Magen zeitweise. Aber nun genug des Resumees und in Ruhe zu meinem Bericht:


Im April 2008, genau 3 Tage nach meiner Rückkehr aus Indien, erreicht mich ein Email, bei welchem ich eingeladen werde, bei einer Schiffsüberführung eines 49 Fuss langen (ca. 15 m) Katamarans von der Karibik in die Philippinen mitzumachen. Nach mehreren Emails, Telefonen und einigem Nachdenken sitze ich also tatsächlich nach 20 Tagen wiederum im Flieger Richtung Mittelamerika.


1. Etappe: Durch den Panama Kanal (2 Tage, 82 km)
Ende April treffe ich dann meine Freunde im Yachtclub von Colon in Panama, dem Hafen auf der karibischen Seite des Panama Kanals. Doch schon bald zeigt sich, dass die Hetzerei eigentlich völlig vergebens war, denn wir sind zu dieser Jahreszeit leider nicht die einzigen Segler, die den Panama Kanal durchqueren wollen. Zusätzlich haben die Segler wegen den im Vergleich zu den grossen Containerschiffen kleinen Durchfahrtgebühren auch keine Priorität bei der Kanalbehörde. So schlagen wir uns das erste Mal mit Warten die Zeit tot. Wenn ich damals gewusst hätte, wie häufig ich in den nächsten Monaten noch warten muss, wäre ich wahrscheinlich gleich in Panama geblieben und hätte die diversen Schönheiten dieses Landes noch etwas intensiver genossen. Jedoch nach 11 zähen Tagen des Wartens gings dann endlich los ! In knapp 2 Tagen wurden wir dann von den Lotsen durch den 82 km langen Kanal mit 3 Schleuseneinheiten ca. 26 Meter nach oben zum Gattun See und dann wieder nach unten bis nach Panama, auf der pazifischen Seite des Kanals, geführt. Bereits bei der Durchfahrt kündigt sich aber schon an, was uns eine ganze Weile noch ernsthaft beschäftigen sollte, nämlich eine grosse Anzahl von Pannen auf dem Schiff, mit einem Defekt des Getriebes des einen Motors begonnen. Trotzdem kommen wir wohlbehalten im Yachthafen in Panama an.


2. Etappe: Panama – Galapagos Inseln (10 Tage, 1700 km)
Nach 6 Tagen in der Hauptstadt Panama, bei der wir den Motor reparieren und unsere Vorräte auffüllen, verlassen wir bei strömendem Regen den Hafen. Das Orakel hat leider recht, denn nach 20 Seemeilen geht der Generator kaputt und wir müssen wieder nach Panama zurückkehren. Die Unglücksserie reisst dann leider nicht ab und im Eifer des Gefechts stosse ich mit dem Kopf an den Rotor des Windgenerators. Mit 6 Stichen muss die Platzwunde dann im Spital in Panama genäht werden und einer meiner Segelkollegen wird sich eine Woche später auf hoher See als Notarzt bewähren müssen und mir die Fäden wieder aus dem Kopf ziehen. Bei der zweiten Abfahrt einige Tage später haben wir mehr Glück und wir sind endgültig unterwegs zu den Galapagos Inseln. Diese Fahrt beginnt ganz toll und wir fangen innerhalb einer Stunde 2 schöne Fische. Am Abend besucht uns bei Vollmond noch eine ganze Schule von Delphinen und am nächsten Tag fangen wir bei schönem Wetter die nächsten beiden Fische. Abenteuerherz was willst du mehr ? Doch wie gesagt kommt das Ungeheuer zurück und zwar zweierlei: Sturm und eine sehr unangenehme See während 7 Tagen legt die Hälfte der Besatzung lahm (ja ja mich auch...) und die Pannenserie geht weiter: einen Kurzschluss im Elektrikkasten verursacht einen beissenden Rauch und legt Echolot und Windmesser, zwei wichtige Instrumente, lahm; der Navigationscomputer geht kaputt wegen eines Wassereinbruchs im Cockpit; der Generator geht wieder kaputt und diesmal endgültig; der eine Motor fällt aus; die Aufhängung des Baums bricht; das linke Trampolin reisst sich aus der Befestigung; ein Stahlseil des Masts reisst aus und wir müssen alle Segel runternehmen und können die letzten beiden Tage nur noch mit Motor fahren weil man damit rechnen muss dass der Mast aufs Deck knallen könnte.....
Ja so ging das bei dieser Überfahrt. Die Durchquerung des Äquators haben wir dann aber mit Champagner doch angemessen gefeiert nachts um 11. Schlussendlich kommen wir dann doch noch auf den Galapagos Inseln an, beeindruckend begleitet von einer unzähligen Schar von Vögeln bis zu den grossen Fregattvögeln und auch den Delphinen, die uns das Geleit geben.
Die Pannenserie beschert uns auf den Galapagos Inseln einen längeren 8 tägigen Aufenthalt, um dies alles wieder zu reparieren. Wer in der Zukunft irgendeinen Mechaniker oder Elektriker oder sonst was auf den Galapagos Inseln braucht, soll nur mich kontaktieren, denn ich kenne mittlerweilen sämtliche Werkstätten und Läden samt den relevanten Personen, zusätzlich auch die meisten Restaurants, Bars und Discotheken. Glücklicherweise hat es aber neben den von mir so geliebten Reparaturen auch noch Zeit gegeben, die faszinierende Natur mit ihren endemischen und seltenen Tieren und Pflanzen zu geniessen und das war nun wirklich absolute Weltklasse.




1: Langeweile in Colon / boredom in Colon
2: Verkehr im Panama Kanal / traffice in the Panama Canal
3: in der Schleuse mit anderen Segelbooten / in the lock with other sailing boats
4: die Hauptstadt panama / the capital Panama
5: meine Koje / my berth
6: beim Fischen / fishing
7: was für ein schöner Thunfisch / what a nice tuna
8: leckeres Thunfisch Sashimi / delicious tuna sashimi
9: Vögel im Mast bei der Ankunft in galapagos / birds in the mast arriving in Galapagos
10: Hafen in Galapagos / harbour in Galapagos
11: einmalige Pflanzen auf Galapagos / unique plants on Galapagos
12: Reptile beim Sonnenbaden / reptiles sunbathing
13: Blaufusstölpel

April - July 2008
Finally I am back from my sailing adventure in the Pacific Ocean and able again to refresh my blog. Back from a trip which was unique and has left great and lasting experiences. Already in younger years I have dreamt to sail around the world in a sailing boat, one of these big dreams one have when one is still young. But after this sailing trip I know one thing for sure: I will arguably not become a sailor in this life. Furthermore it also means that one should not realize all his exotic dreams into reality. In any case it was exceptional, also impressive, but as well boring, friable, very wavy and according to this was my stomach. But now enough of summary and quietly to my report:

In April 2008, exactly 3 days after my return from India, I have received an email where I was invited to participate in a transfer of a sailing boat (49 foot catamaran) from the Carribean to the Philippines. After 20 days and some emails, phone calls and reflections I am sitting again in a plane towards Central America.


1st stage: through the Panama canal (2 days, 82 km)
End of April I meet my friends in the Yacht Club of Colon in Panama, the harbour on the carribean side of the Panama Canal. But soon it shows that the hurry was all in vain because in this season we are not the only sailing boat who wants to cross the Canal. Additionally the sailors do not have priority compared to the big container vessels because the transfer fee is absolutely minimal. So we are
spending time with waiting. If I would have known at that time how many more times I will have to wait in the next months I maybe would have stayed in Panama and have enjoyed the different beauties of this country even more intensive. However after 11 days of stringy waiting we started ! In hardly 2 days we were guided by the pilots through the Panama Canal, 82 km long with 3 separate locks 26 meter up to the Gattun lake and towards Panama on the pacific side down again. Already in this passage it started what will keep us seriously busy for quite a while and these are a big number of breakdowns on the ship with a broken gearbox on one of the two motors. Despite that we are safely arriving in the yacht marina in Panama.


2nd stage: Panama to the Galapagos Islands (10 days, 1700 km)
After 6 days in the capital of Panama being busy with repairing the motor and filling up our provisions, we are leaving the harbour in heavy rainfall.The oracle was right because after 20 miles the generator broke down and we had to return to Panama. The run of accidents did not stop and in the eagerness, the rotor of the wind generator crashes my head. With 6 stitches the laceration had to be sewed in a hospital in Panama and one of my sailing friends will have to prove oneself in a week on the sea as an emergency doctor while removing the stitches from my head. At the second departure a few days later we were luckier and we are definitively sailing to the Galapagos Islands. The passage starts very nice with catching 2 fishes within an hour. In the evening in the full moon, a school of dolphins are visiting us and the next day with beautiful weather, we are catching the next two fishes. Adventure heart what you wanna have more ? But as I said before the desaster came back in two ways: storm and a very unpleasant sea during 7 days has tied up half of the crew (yes me too…) and the series of breakdown continues: a short-circuit in the electric box has caused acrid smoke and damaged the sonar and the anemometer, two crucial instruments; the navigation computer got lost due to water influx into the cockpit; the generator damaged again and this time for ever; one of the motors failed; the mounting of the mast cracks; the trampoline on the left side bunks from the anchorage; one of the steel ropes of the mast breaks and we have to strike all the sails and can only sail with motor the last two days because the risk is too high the tha mast could fall on the deck…. Yes this was our passage. The crossing of the equator was anyway celebrated accordingly with a glass of chamgpagne 11 at night. Finally we are arriving in the Galapagos Islands, impressively accompagnied by a numerous flock of birds up to the big frigate birds and as well by dolphins escorting us.
Thanks to the different breakdowns, we had a stopover in the Galapagos Islands of 8 days to repair everything again. The one who will need any kind of mechanician or electrician or something else on the Galapagos Islands can contact me because I know all workshops and stores including relevant persons, additionally most of the restaurants, bars and discotheques. Fortunately we also had time besides the beloved repairs to enjoy the fascinating nature with all the endemic and rare animals and plants and this was absolute world class.